Auckland ist wahrscheinlich die Stadt, über die ich am längsten nachgedacht habe, bevor ich diesen Beitrag geschrieben habe. Denn obwohl ich dort mehrere Monate gelebt, großartige Menschen kennengelernt und einen Job gefunden habe, der mir wirklich Spaß gemacht hat, bin ich nie richtig warm mit der Stadt geworden.
Trotzdem führt für die meisten Reisenden kein Weg an Auckland vorbei. Für viele beginnt genau hier das Abenteuer Neuseeland – und deshalb möchte ich euch zeigen, was die Stadt zu bieten hat und welche Orte ich empfehlen kann.
Fakten über Auckland
Bevor es los geht, hier ein paar Fakten über die Stadt:
- Größte Stadt des Landes mit fast 1,8 Mio. Einwohner:innen und mehr Einwohner:innen als die gesamte Südinsel des Landes
- Tāmaki Makaurau ist der traditionelle Māori-Name für Auckland. Er bedeutet wörtlich „Tāmaki, begehrt von vielen“ oder in poetischer Übersetzung „Eine begehrte Stadt von vielen Liebhabern“
- Auckland ist nicht die Hauptstadt Neuseelands
- Die Stadt liegt auf einem Vulkanfeld mit 53 teils erloschenen Vulkankegeln
- Auckland bildet das wirtschaftliche Zentrum des Landes mit den meisten Unternehmenssitzen
Sehenswerte Orte in Auckland
CBD
Der Central Business District (CBD) – also quasi die Innenstadt – befindet sich in Auckland wirklich sehr zentral und zusätzlich am Meer gelegen. Sie beginnt ganz grob gesagt an der berühmten K-Road (Karangahape Road), die bekannt für Bars und Clubs ist. Folgt man der angrenzenden Queen Street bergab, kommt man am Aotea Square mit der Auckland Town Hall vorbei. Ich habe den Ort als kleines kulturelles Zentrum von Auckland wahrgenommen, denn hier sind einige Theater angesiedelt und auch Comedy Shows finden hier statt.

Schlendert man dann weiter, wird die Queen Street zur Shoppingmeile – hier findet man alles was man braucht: Outdoorkleidung, Drogerieartikel, Lebensmittel und noch weiter unten auf der Queen Street findet man auch Luxusmarken wie Prada und Co.!
Rund um die Queen Street gibt es ebenfalls zahlreiche Bars, Restaurants, Hotels und Hostels. Hier ist eine kleine Liste an Orten, die ich empfehlen kann, wenn ihr hungrig oder durstig seid:
- Mo’s (Bar) – Hier unbedingt den Chocolate Martini trinken!
- Vivace (Restaurant & Bar) – Leckeres Essen und das netteste Personal in ganz Neuseeland
- Slattery & Sons (Bar/Pub) – Ein deutsches Weizen hat 20$ gekostet, aber hat sich gelohnt.
- Sheppards (Food Truck) – Super Tacos
- The White Lady (Food Truck) – Ein echtes Auckland Urgestein mit saftigen Burgern seit 1948



Alles außerhalb des CBD’s
Parnell
Parnell grenzt im Westen an den großen Stadtpark „Auckland Domain“ und im Osten an die Hobson Bay.
Hier haben wir in der Garfield Street mit 8 anderen Personen in einem Shared House in einem winzigen Zimmer gewohnt. Meine erste und einzige WG-Erfahrung! Aber immerhin hatte das Haus einen Garten und wir konnten hier unseren Van in der Einfahrt ausbauen.
Auf der Parnell Road, quasi der Hauptstraße, gibt es ein paar Restaurants und Cafés. Zwei wirklich empfehlenswerte Cafés sind hier das „Winona Forever“ und das „La La Café„. Hier habe ich mir manchmal was gegönnt, wenn es beim arbeiten ordentlich Trinkgeld gab. Ansonsten gibt es hier für den schmaleren Geldbeutel aber auch Ketten wie Subway oder Pita Pit.


Ein kleiner Geheimtipp ist der Parnell Rose Garden, wo man entspannt langschlendern und an verschiedensten Rosen schnuppern kann.
Weitere Stadtteile
- Ponsonby: Bekannt für eine lebendige Restaurant-Szene
- Mount Eden: Hier ist der gleichnamige Berg mit einer tollen 360 Grad Aussicht und alle zwei Wochen Flohmarkt am Potters Park
- Mission Bay: Wirkte sehr posh auf mich, aber hat tolle Strände
- Devonport: Gegenüber des CBD gelegen und bietet eine tolle Aussicht auf die Skyline
Auckland ist flächenmäßig eine riesige Stadt und hat noch viele weitere Stadtteile, die ich nicht mal alle nennen kann, aber ich hoffe ihr habt einen Eindruck bekommen.


10 Dinge, die man in Auckland machen kann
- Auf den Skytower hochfahren und die Aussicht genießen
- Das Auckland Museum besuchen und etwas über die Geschichte Neuseelands lernen
- Einen der vielen Vulkanberge besteigen – z. B. Mount Eden
- Tagestour nach Rangitoto Island
- Den Auckland Zoo besuchen
- Wētā Workshop Unleashed
- An einem der vielen Stadtstrände entspannen
- Ausflug zum Piha Beach
- Dolphin & Whalewatching Tour im Hauraki Gulf von Auckland
- Wine Tasting auf Waiheke Island
Mein Fazit
Auckland hat mich nie so begeistert wie viele andere Orte in Neuseeland. Vielleicht liegt es daran, dass die Stadt sehr weitläufig ist, man ohne Auto oft eingeschränkt ist oder ihr für mich einfach ein wenig Charakter gefehlt hat. Trotzdem verbinde ich Auckland mit meiner ersten WG, einem Job, der mir wirklich Spaß gemacht hat, neuen Freundschaften und dem Beginn meines Abenteuers in Neuseeland. Und genau deshalb werde ich diese Stadt wahrscheinlich nie lieben – aber auch nie vergessen.

